Täglich grüßt das Murmeltier
Täglich grüßt das Murmeltier
Ich schreibe diesen Artikel aus einer tief persönlichen Motivation heraus. Es ist meine Aufgabe – und zugleich meine Berufung –, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Sie dabei zu unterstützen, neue Perspektiven zu gewinnen und ihnen Impulse zu geben, mit denen sie beginnen können, ein bewussteres und erfüllteres Leben zu führen.
- Doch wie sieht unsere Realität heute aus?
- In welcher Welt lebt jeder Einzelne von uns?
Stress, permanente Eile, Zorn, Hass und ein stetig wachsender Leistungsdruck prägen zunehmend unseren Alltag. Geschwindigkeit ersetzt Achtsamkeit, Individualismus verdrängt Mitgefühl, und Rücksichtslosigkeit, Kälte, Machtstreben und Gier scheinen für viele zur Normalität geworden zu sein.
Immer weniger Menschen nehmen sich die Zeit, ihren eigenen Körper wirklich zu spüren. Sich selbst anzunehmen, so wie sie sind. Oder einfach im Hier und Jetzt zu leben. Alles muss schnell gehen – sofortige Ergebnisse werden erwartet. Bleibt der erhoffte Erfolg aus, wird häufig lediglich das Symptom behandelt, anstatt den Blick auf die eigentliche Ursache zu richten.
Der Griff zu chemischen Substanzen oder anderen kurzfristigen Lösungen ist dann oft der nächste, scheinbar einfache Schritt.
Doch wer trägt die Verantwortung, wenn keine Besserung eintritt?
Sind es Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, die Familie, Freundschaften – oder liegt sie letztlich bei jedem Menschen selbst?
Diese Fragen sind unbequem, aber notwendig. Genau hier möchte ich ansetzen und aus meiner persönlichen Sicht beleuchten, warum eine Balance, eine Therapie oder ein ganzheitlicher Ansatz manchmal nicht die gewünschte Wirkung entfaltet – oder gar nicht entfalten kann. Dabei handelt es sich ausdrücklich um meine eigene Wahrnehmung und Erfahrung, nicht um eine allgemeingültige Wahrheit.
Um einen leichteren Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen, möchte ich ein Beispiel aus der Filmwelt heranziehen:

„Täglich grüßt das Murmeltier“
Wer kennt nicht die bekannte Filmkomödie mit Bill Murray aus dem Jahr 1993? Für viele ist es ein humorvoller Klassiker. Für mich persönlich jedoch trägt dieser Film eine weit tiefgründigere Botschaft in sich, als sie auf den ersten Blick erkennbar ist.
Worum geht es in diesem Film?
Im Mittelpunkt steht Phil, ein zynischer TV-Wettermoderator, dem es jedes Jahr aufs Neue widerstrebt, seiner Verpflichtung nachzukommen: der Berichterstattung über ein traditionsreiches Ritual in der Kleinstadt Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania. Gemeinsam mit der Aufnahmeleiterin Rita und einem Kameramann reist er am 1. Februar an – ausgerechnet an einen Ort, an dem der 2. Februar als „Tag des Murmeltiers“ gefeiert wird.
Bereits bei seiner Ankunft ist Phil schlecht gelaunt. Die Menschen vor Ort, ihre Begeisterung und sogar sein eigenes Team gehen ihm sichtbar auf die Nerven. Seine innere Haltung ist geprägt von Ablehnung, Überdruss und Widerstand.
Am nächsten Morgen bessert sich seine Stimmung keineswegs. Im Gegenteil: Als er erfährt, dass er nun tatsächlich einen Fernsehbeitrag über ein Murmeltier drehen soll, verstärkt sich sein Unmut. Zu seinem ohnehin aufgestauten Ärger kommt schließlich die Nachricht, dass ein aufziehender Schneesturm den Highway blockiert hat. Für Phil bedeutet das: Er ist gezwungen, länger zu bleiben – und eine weitere Nacht in diesem für ihn unerträglichen Ort zu verbringen.
Hierbei teilen wir die Geschichte in 3 Farbbereiche:
Roter Bereich – Die Phase des Widerstands und der Verzweiflung


In dieser Phase beginnt Phil, sich zu öffnen. Er vertraut sich Rita an, und einer ihrer Ratschläge wird für ihn zu einem entscheidenden Impuls. Zum ersten Mal richtet er seinen Blick nicht nur nach außen, sondern beginnt, sein festgefahrenes Leben zu hinterfragen und Schritt für Schritt neue Ziele zu entwickeln.
Von diesem Moment an verändert sich sein Umgang mit der immer gleichen Tagesstruktur. Phil nutzt die wiederkehrenden Tage, um sich weiterzubilden, Fähigkeiten zu erlernen und seine Zeit bewusster zu gestalten. Auch seine Gefühle für Rita vertiefen sich. Doch da jeder Tag für sie neu beginnt, muss er ihre Zuneigung immer wieder aufs Neue gewinnen – nicht durch Manipulation, sondern durch echtes Bemühen.
Gleichzeitig wandelt sich seine Haltung gegenüber den Menschen in der Stadt. Phil beginnt, anderen zu helfen, ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten. Er wird zu einem Wohltäter und trägt dazu bei, das Leben vieler Bewohner spürbar zu verbessern.
Eine Erfahrung jedoch entzieht sich seiner Kontrolle: Ein alter, obdachloser Mann stirbt trotz all seiner Versuche immer wieder aufs Neue. Phil muss erkennen, dass es Grenzen gibt, die selbst mit Wissen, Einsatz und guten Absichten nicht überwunden werden können.
Grüner Bereich – Die Phase der Annahme und inneren Veränderung

Durch die sich ständig wiederholenden Tage gelingt es Phil nach und nach, sich selbst grundlegend zu verändern. Nicht durch Zwang oder äußeren Druck, sondern durch bewusste innere Arbeit wandelt er sich Schritt für Schritt zu einem empathischeren, selbstloseren Menschen.
Er beginnt, Fähigkeiten zu entwickeln und Talente zu entfalten – unter anderem das Spielen des Jazzklaviers und das Schnitzen von Eisskulpturen. Doch weit wichtiger als diese äußeren Fertigkeiten ist das, was sich in seinem Inneren verändert: Phil entwickelt Mitgefühl, Aufmerksamkeit und echtes Interesse an seinen Mitmenschen.
Diese Haltung bleibt nicht unbemerkt. Ohne es gezielt anzustreben, wird er zu einem geschätzten und beliebten Menschen in der Gemeinschaft. Sein Handeln entspringt nicht mehr dem Wunsch nach Kontrolle oder Anerkennung, sondern einer inneren Klarheit und Verbundenheit.
In dem Moment, in dem auch Rita erkennt, wer Phil wirklich geworden ist, endet die Zeitschleife. Zum ersten Mal erwacht er am 3. Februar – gemeinsam mit Rita. Der Kreislauf ist durchbrochen, nicht weil er ihn erzwingen wollte, sondern weil die innere Veränderung vollzogen ist.
Was hat dieser Film mit mir zu tun?
Diese Frage stellen sich viele – und doch ist die Antwort einfacher, als es zunächst scheint.
Ich habe die Kernaussagen des Films bewusst in drei farbliche Kategorien eingeteilt. Sie dienen nicht der Bewertung, sondern als Orientierung. Im Folgenden möchte ich versuchen, diese Zusammenhänge mit meinen eigenen Worten zu erklären und auf unser reales Leben zu übertragen.
Eine der ersten Fragen, die ich meinen Klientinnen und Klienten immer wieder stelle, lautet:
Wem oder was brauche ich, um krank zu werden?
Und in weiterer Folge:
Kann es sein, dass jeder Mensch letztlich selbst Verantwortung für seinen Zustand trägt?
Belaste oder schädige ich meinen Körper möglicherweise über Jahre hinweg – oft unbewusst – durch verschiedenste Einflüsse?
Dazu zählen unter anderem:
- Gifte wie Zigaretten, Alkohol oder andere Substanzen
- dauerhafte Strahlung durch Mobiltelefone, Computer, Sendemasten oder ähnliche Quellen
- eine Ernährung, die reich an Zuckerarten, Weizenprodukten, Milchprodukten oder chemischen Zusatzstoffen ist
- chemische Belastungen durch Herbizide, Fungizide, Pestizide oder Medikamente
- Schwermetalle wie Aluminium, Blei oder Quecksilber
- sowie viele weitere Faktoren unseres modernen Alltags
An dieser Stelle werden manche innerlich widersprechen – und das ist verständlich. Häufig höre ich Aussagen wie:
- Ich habe mir diesen Zustand nicht ausgesucht.
- Mein Zustand ist vererbt.
- Ich muss ständig erreichbar sein.
- Ein Leben ohne … ist heute nicht möglich.
- Ich habe dafür keine Zeit.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt.
Wo ordne ich Verantwortung ein?
Wem gebe ich die Schuld dafür, dass es mir so geht, wie es mir geht?
Sind es tatsächlich immer nur die äußeren Umstände oder andere Menschen – oder lohnt es sich, den Blick auch einmal nach innen zu richten?
Roter Bereich – Der Autopilot unseres Alltags

Beginnen wir mit dem roten Teil – jenem Abschnitt des Films, der vielen von uns erstaunlich vertraut ist.
Wie sieht unser eigenes Leben aus?
Wir stehen morgens auf, schleppen uns mehr oder weniger müde ins Bad, waschen uns, duschen, putzen die Zähne. Vielleicht frühstücken wir – vielleicht bleibt es auch nur bei einem schnellen Kaffee.
Und genau hier stellt sich bereits die erste entscheidende Frage:
- Wer steht morgens wirklich wohlgelaunt auf?
- Wer ist
dankbar, einen neuen Tag erleben zu dürfen?
- Wer blickt in den Spiegel und
mag das Gesicht, das ihm entgegenblickt?
- Wer nimmt sich morgens Zeit – ohne Stress – und bereitet bewusst ein gesundes, genussvolles Frühstück zu?
Oder läuft der Morgen meist so ab, wie oben beschrieben?
Nehmen wir uns selbst und unsere Umwelt überhaupt noch bewusst wahr?
Für viele Menschen läuft von morgens bis abends ein innerer Film ab – fast automatisch. Wir bewegen uns auf einer selbst geschaffenen Autobahn, oft ohne innezuhalten.
Wenn wir uns nun ganz bewusst an den gestrigen Tag erinnern:
Welche Momente fallen uns spontan ein?
Waren es positive oder eher negative Eindrücke?
Kann sich jeder daran erinnern,
- was er gestern gefrühstückt hat?
- wie er gefrühstückt hat?
- ob dabei gelesen wurde, am Handy gescrollt, der Fernseher oder das Radio lief – oder vielleicht alles gleichzeitig?
Was ich damit verdeutlichen möchte, ist eine zentrale Frage:
Wie viel in meinem Leben geschieht bewusst – und wie viel unbewusst?
An dieser Stelle zeigt sich sehr deutlich die sogenannte
Eisberg-Theorie.
Sie besagt, dass wir etwa
5 % unseres Handelns bewusst und rund
95 % unbewusst ausführen. Anders ausgedrückt: Ein Großteil unseres Lebens läuft automatisiert ab.
Ein paar Beispiele machen das schnell deutlich:
Wer denkt bewusst nach bei:
- Körperpflege
- Zähneputzen
- Gehen oder Laufen
- Essen
- dem Umgang mit Messer und Gabel
- der Nutzung des Handys
- Autofahren von A nach B
- dem Anziehen der Kleidung
- der täglichen Arbeit
- dem Bedienen elektronischer Geräte
- Kochen
- Putzen
- und vieles mehr
All das geschieht meist, ohne dass wir wirklich präsent sind.
Dabei beginnt jeder Tag aufs Neue mit der
Chance auf Veränderung.
Doch anstatt Neues zu lernen, uns Ruhe zu gönnen, uns mehr zu bewegen, Zeit mit unserem Partner zu verbringen oder einfach einmal eine Stunde bewusst nichts zu tun – gleicht ein Tag häufig dem nächsten.
Und genau hier schließt sich der Kreis:
Täglich grüßt das Murmeltier.
Gelber Bereich – Was wäre, wenn …?
Kommen wir nun zum gelben Teil.
Was wäre, wenn wir im Leben nicht alles auf einmal verändern wollten –
sondern
nur kleine Dinge?
Was wäre, wenn eine einzige bewusste Entscheidung pro Tag bereits ausreichen würde?
Ein einfaches Beispiel:
Jeden Tag eine Stunde spazieren gehen – ohne Handy.
Allein bei diesem Gedanken tauchen bei vielen sofort gemischte Gefühle auf:
Eine Stunde? Dafür habe ich keine Zeit.
Ohne Handy? Das geht doch nicht – ich muss erreichbar sein.
Doch was passiert, wenn wir diese eine Stunde aus einem gesundheitlichen Blickwinkel betrachten?
- Eine Stunde Bewegung an der frischen Luft
- Keine permanente Ablenkung oder Dauerbestrahlung durch digitale Geräte
- Mehr Sauerstoff für den Körper
- Aktivierung des Lymphsystems zur Unterstützung der Entgiftung
- Kräftigung der Muskulatur
- Ausschüttung positiver Hormone
- Erweiterung des eigenen Horizonts
- Bewusstes Wahrnehmen der Umgebung
… und vieles mehr.
Plötzlich bekommt diese eine Stunde eine völlig andere Bedeutung.
Am Ende liegt die Entscheidung bei jedem selbst.
Was wäre, wenn …?

Unsere innere Autobahn
Unser Leben gleicht oft einer imaginären Autobahn.
Wir fahren täglich dieselbe Strecke – vertraut, sicher, automatisch.
Diese Autobahn wurde nicht von uns allein gebaut.
Sie entstand durch Prägungen unserer Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und unseres Umfelds. Sie basiert auf
Glaubenssätzen und
Grundwerten wie:
- Ohne Fleiß kein Preis
- Wer viel Geld hat, betrügt
- Indianer kennt keinen Schmerz
- Schuster, bleib bei deinen Leisten
- Ein Mann weint nicht
- und vieles mehr
Nach einiger Zeit fahren wir auf dieser Autobahn, ohne noch bewusst darüber nachzudenken.
Doch sobald etwas Neues in unser Leben tritt – ein Führerschein, ein neuer Beruf, ein Studium, ein einschneidendes Lebensereignis – entsteht Stress.
Wir müssen die vertraute Autobahn verlassen.
Plötzlich tauchen innerlich Baustellenschilder auf.
Denn damit sich Neues wirklich fest im Unterbewusstsein verankern kann, braucht es Zeit, Wiederholung und Übung. Genau wie beim Autofahren.
„Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag.“
(Konfuzius)
Lernen braucht Zeit
Wer erinnert sich noch an die erste Fahrstunde?
Das erste Sitzen hinter dem Lenkrad. Die Unsicherheit.
Der Gedanke: Ob ich das jemals kann?
Blinker setzen, Schulterblick, Kuppeln, Gang einlegen, Spur halten – alles gleichzeitig. Viele waren nervös, manche schweißgebadet.
Doch mit jedem Versuch, mit jeder Wiederholung, wurde das Fahren leichter.
Nach einiger Zeit geschah es ganz automatisch.
Heute steigen wir ins Auto ein – und fahren los, ohne nachzudenken.
Unsere innere Autobahn hat sich verändert.
Still, unauffällig – aber nachhaltig.
Bedeutung für den gelben Bereich
- Veränderung beginnt klein
- Widerstand ist normal
- Neues braucht Zeit und Wiederholung
- Bewusstsein wächst durch Tun, nicht durch Druck
Grüner Bereich – Der Weg zum SEIN
Damit kommen wir zum grünen Teil.
Alles beginnt mit einem Gedanken. Dieser kann ganz unterschiedlich aussehen:
Eine neue berufliche Ausrichtung, Gewichtsreduktion, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit für sich selbst, weniger Stress, mehr Zeit für Partner und Familie, Gesundheit, Lebensfreude, Angstfreiheit – und vieles mehr.
Oft folgt darauf ein vertrauter Satz:
„Ab morgen beginne ich mit …“
Wer kennt ihn nicht?
Und warum bleibt es so häufig genau dabei – bei diesem einen Satz?
Meiner Erfahrung nach liegt es oft daran, dass wir zu viel wollen – und das am liebsten sofort. Nehmen wir das Thema Diät als Beispiel: Viele Menschen möchten abnehmen, möglichst schnell, ohne Bewegung, ohne Zeitaufwand und wenn möglich ohne echte Veränderung. Dafür sind wir sogar bereit, Geld auszugeben.
Doch hier zeigt sich ein entscheidender Punkt:
Was war die Ursache für mein Übergewicht?

In der Kinesiologie betrachten wir dieses Thema auf vier Ebenen:
1. Die chemische Ebene
Was führe ich meinem Körper zu?
Dazu zählen unter anderem:
Naschen, Fast Food, übermäßiger Zuckerkonsum, Weizenprodukte, Fette, toxische Stoffe, zu wenig Wasser – und vieles mehr.
2. Die strukturelle Ebene
Was passiert mit meinem Körper?
Fühle ich mich noch wohl in meiner Haut?
Wie verändern sich Knochen, Gelenke, Blut, Lymphe, Organe – sowohl beim Zunehmen als auch beim Abnehmen?
3. Die emotionale Ebene
Wie verändern sich meine Gedanken und Gefühle?
Was brauche ich, um Glücksgefühle zu erleben?
Bin ich mental stark genug, ein Projekt zu beginnen und durchzuhalten – oder breche ich frühzeitig ab?
4. Die energetische Ebene
Ist mein Energiekreislauf im Fluss?
Fließen die Meridiane frei?
Wie hoch ist mein Stresslevel?
Gönne ich mir ausreichend Pausen und Regeneration?
Wie bei jedem neuen „Projekt“ fühlt sich der Anfang für jeden Menschen unterschiedlich an. Für den einen ist es mühsam, für den anderen überraschend leicht.
Wichtige Fragen dabei sind:
- Wie fühle ich mich beim ersten Schritt?
- Erhalte ich Unterstützung von meinem Umfeld?
- Hole ich mir fachliche Begleitung durch Ärzte oder Therapeuten?
Unter diesen Voraussetzungen kann Veränderung plötzlich erstaunlich leicht werden.
Für mich persönlich ist der erste Schritt der schwierigste. Denn hier trifft jeder Mensch eine bewusste Entscheidung. Ob diese Entscheidung richtig war, beurteilen nicht wir selbst – sondern die Konsequenzen, die daraus entstehen.
Nach diesem ersten Schritt beginnt ein neuer Weg. Schritt für Schritt wird er leichter. Die Perspektive verändert sich, neue Menschen treten ins Leben, Zusammenhänge werden klarer. Der Nebel, dem man lange ausgesetzt war, lichtet sich – und Unmögliches wird plötzlich möglich.
Meine persönliche Erfahrung
Ich wollte meinem Körper etwas Gutes tun.
Meine Entscheidung war eine Ernährungsumstellung: kein Zucker, keine Milchprodukte, kein Weizen – und eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums.
Mir war bewusst, dass ich mit kleinen Schritten beginnen musste. In meinem Fall bedeutete das, zunächst Weizen, Zucker und Milch wegzulassen. Beim Einkaufen begann ich, Produkte bewusst zu lesen – was meine Einkäufe deutlich verlängerte. Dabei wurde mir klar, wie viele Lebensmittel diese Stoffe enthalten.
Auch bei Obst und Gemüse stellte ich fest, dass vieles aus dem Ausland stammt, kaum Geschmack hat und vermutlich stark belastet ist. Beim Fleisch fiel mein persönliches Fazit noch ernüchternder aus: Massentierhaltung, Leid, Stress – und die energetische Qualität dieser Nahrung.
Für mich blieb letztlich nur der Weg, einen regionalen Biobauern zu finden – was sich als gar nicht so einfach herausstellte.
Was sich seitdem verändert hat
- 10–15 Kilogramm Gewichtsreduktion
- mehr geistige Klarheit
- gesteigerte Aufmerksamkeit
- geschärfte Sinne (Fleisch aus dem Supermarkt kann ich heute kaum mehr riechen)
- größere Dankbarkeit für die tägliche Leistung meines Körpers
- mehr Bewegung in der Natur, gemeinsam mit meinen Hunden
- kein Konsum von Nachrichten oder Tageszeitungen
- und vieles mehr
Diese Entscheidung, meine Gewohnheiten zu verändern, hat mir deutlich gezeigt, wie viel Positives entstehen kann, wenn man beginnt, Verantwortung zu übernehmen – nicht aus Zwang, sondern aus Bewusstsein.
Bedeutung des grünen Bereichs
- Veränderung wird Haltung, nicht Anstrengung
- Verantwortung ersetzt Schuld
- Gesundheit entsteht durch Bewusstsein, Konsequenz und Mitgefühl – sich selbst gegenüber
Zum Abschluss
Zum Abschluss möchte ich anmerken:
Egal, für welchen Weg sich jeder Einzelne entscheidet –
jeder Weg verdient Respekt und Unterstützung.
Mein persönlicher Appell lautet:
Entscheidet euch nur dann für einen Weg, wenn ihr euch dabei
wohlfühlt, keinen inneren Druck verspürt und ihn aus
Freude, Überzeugung und Leidenschaft geht.
Sobald jedoch negative Gefühle wie Angst, Zorn, Unruhe oder Aggression in euch auftauchen, haltet inne. Spürt bewusst in euch hinein und stellt euch die Frage:
"Ist das wirklich mein Weg – oder treffe ich eine neue Entscheidung?"
Veränderung darf wachsen.
Sie braucht kein Kämpfen, keinen Zwang und keinen Vergleich – sondern Achtsamkeit, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und den Mut, auf die eigenen Signale zu hören.
In diesem Sinne wünsche ich euch für all eure Vorhaben von Herzen
Erfolg, Glück, Freude, Leichtigkeit, Liebe
und vor allem:
Gesundheit.
Herzliche Grüße
Euer Werner



